Gerechtigkeyt 1525

Im Jahr 2025 wur­de auf viel­fäl­ti­ge Wei­se an den Deut­schen Bau­ern­krieg erin­nert. Die Luther Muse­en in Sachsen-Anhalt doku­men­tier­ten die kul­tu­rel­len Akti­vi­tä­ten in einem reprä­sen­ta­ti­ven Sam­mel­band, den es auch wür­dig zu gestal­ten galt.

Good bye, Victor

Auf Ber­lins berühm­tem Doro­theen­städ­ti­schen Fried­hof ruhen vie­le hono­ri­ge Per­sön­lich­kei­ten aus dem Kunst‑, Kultur- oder Wis­sen­schafts­be­reich. Auf eben die­sem Fried­hof hat nun auch einer der bekann­tes­ten »Ame­ri­ka­ner« der DDR sei­ne letz­te Ruhe gefun­den. Die Türen der Kapel­le lie­ßen sich kaum schlie­ßen, alle Bank­rei­hen und Gän­ge waren dicht besetzt. Schät­zungs­wei­se an die 300 Per­so­nen waren gekom­men, um Abschied zu neh­men von einem der Auf­rech­ten, der fast ein gan­zes Jahr­hun­dert lang sein Leben einer bes­se­ren Welt ver­schrie­ben hatte- kon­se­quent, ana­ly­tisch, kri­tisch und doch immer getra­gen von einer vor­be­halt­lo­sen Freund­lich­keit und vor allem Hei­ter­keit. In der Mit­te, umrahmt von unzäh­li­gen roten Nel­ken stand sein Bild, von dem er alle ein letz­tes Mal anstrahl­te, so, wie wir ihn erlebt hat­ten. Auch Sevim Dagde­len erin­ner­te an die­se ihm inne­woh­nen­de Eigen­schaft. In einer sehr per­sön­li­chen, wür­de­vol­len Rede hol­te sie ihn noch ein­mal in unse­re Mit­te. Er wird uns feh­len mit sei­nen bis zum letz­ten Atem­zug mes­ser­schar­fen Gedan­ken zum Zeit­ge­sche­hen, mit sei­nen War­nun­gen, sei­ner an der erleb­ten Wirk­lich­keit gestähl­ten Unbe­irr­bar­keit und sei­ner unver­wech­sel­ba­ren Art. Good bye, Vic­tor. Mehr Infor­ma­tio­nen: www.wechsler-grossman.com

Kultur in Zeiten der Krise

Das Thea­ter Ost in Berlin-Adlershof kämpft wie vie­le Kul­tur­ein­rich­tun­gen um sei­ne nack­te Exis­tenz. Die ers­te gro­ße Kon­fe­renz war ein vol­ler Erfolg. Das Erschei­nungs­bild des Hau­ses wur­de längt zu einem Sym­bol der kol­lek­ti­ven Selbstbehauptung.

Nelkenrevolution in Chemnitz

In der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Chem­nitz hat unse­re Aus­stel­lung »Por­tu­gal 74 – Nel­ken­re­vo­lu­ti­on« eine wei­te­re Sta­ti­on gefun­den. Die wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­ter­ein Ana Tran­co­so orga­ni­sier­te gemein­sam mit ihren Stu­den­ten die Aus­stel­lung und ein infor­ma­ti­ves Begleit­pro­gramm. Unter­stützt wur­de das Pro­jekt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sach­sen. Lei­der konn­te unser Freund und Mit­strei­ter Peter Stei­ni­ger bei der Eröff­nung nicht mit dabei sein. Den­noch war es ein gelun­ge­ner Abend und wir dan­ken sehr herz­lich Frau Prof. Tere­sa Pau­la Pin­hei­ro, Ana Maria Tron­co­so Sala­zar und Jan Theu­rich für den kon­struk­ti­ven Mei­nungs­aus­tausch bei einem lecke­ren Abend­mal in einem zau­ber­haf­ten indi­schen Spezialitäten-Restaurant.

KONI 1OO – Zum Geburtstag von Konrad Wolf

Am 20. Okto­ber 2025 hät­te der früh ver­stor­be­ne Film­re­gis­seur Kon­rad Wolf sei­nen 100. Geburts­tag fei­ern kön­nen. Aus die­sem Anlass hat die Friedrich-Wolf-Stiftung in Lehnitz ein wei­te­res Heft der Rei­he »Spu­ren« publi­ziert. Gemein­sam mit Tan­ja Trö­gel und Frank Jahn­el haben wir es auf den Weg gebracht. Pas­send dazu erin­ner­te auch eine klei­ne Kabinett-Ausstellung in der Friedrich-Wolf-Gesenkstätte in Lehnitz eben­falls an die­ses Jubiläum.

Gabriele Gysi – Frieden

Gabrie­le Gysi war unser Gast. Mit ihrem neu­en Buch wirft sie einen Blick zurück in die deutsch-deutsche Ver­gan­gen­heit, äußert ihre Besorg­nis­se zur Gegen­wart und äußert klar, wor­auf es in Zukunft ankommt.

Weitermachen!

Lau­ra von Wim­mer­sperg ist uner­müt­lich. Seit Jahr­zehn­ten ist sie in der Frie­dens­ar­beit aktiv. Die aktu­el­le poli­ti­sche Situa­ti­on treibt sie um. Und obwohl sie sich kei­nen fal­schen Hoff­nun­gen macht, gibt es für sie nur eine Opti­on – weitermachen!

SPUREN

Die Friedrich-Wolf-Gesellschaft in Lehnitz publi­ziert in loser Fol­ge eine klei­ne Heft­rei­he. SPUREN rich­tet den Blick auf ein­zel­ne Facet­ten im wei­ten Kos­mos der Fami­lie Wolf. »Die Bit­ter­nis des Sie­ges« erin­nert mit Aus­zü­gen aus Kon­rad Wolfs Kriegs­ta­ge­buch an die Befrei­ung vom deut­schen Faschis­mus. »Mit hei­ßem Her­zen« – eine Viel­zahl von Zita­ten zeigt das lite­ra­ri­sche Rin­gen Fried­rich Wolfs mit Tho­mas Münt­zer und dem deut­schen Bau­ern­krieg. Die ers­ten bei­den Hef­te wur­den inhalt­lich von Tan­ja Trö­gel betreut. »Wolf und ich« ist die umfas­sen­de Doku­men­ta­ti­on eines krea­ti­ven Schul­pro­jekts, das Jana Wei­nert von der Friedrich-Wolf-Stiftung mit Kin­dern der Friedrich-Wolf-Grundschule absol­vier­te. Frank Jahn­el ist bei allen Hef­ten ein ver­läss­li­cher Lektor.

Johanna & Eduard Arnhold

Der jüdi­sche Unter­neh­mer, Kunst­samm­ler und Mäzen Edu­ard Arn­hold (1848−1925) zähl­te zu den her­aus­ra­gen­den Akteu­ren in der Geschäfts­welt des deut­schen Kai­ser­reichs. Im Jahr 2015 ent­stand eine klei­ne Aus­stel­lung in der rekon­stru­ier­ten Dorf­kir­che in Hirsch­fel­de, wo die Arn­holds einst ein Land­gut bewohn­ten und bewirt­schaf­te­ten. Ihre Stadt­vil­la am Tier­gar­ten wur­de im Zwei­ten Welt­krieg zer­stört. Am 17. Juli 2025 wur­de der zen­tra­le Platz zwi­schen Kul­tur­fo­rum und Phil­har­mo­nie Johan­na & Edu­ard Arn­hold gewid­met. Anläss­lich der Namens­ge­bung erin­ner­te erneut eine klei­ne Aus­stel­lung an Leben, Wir­ken und Ver­mächt­nis des Ehe­paa­res. Der Ber­li­ner His­to­ri­ker Dr. Micha­el Dorr­mann hat zu Edu­ard Arn­hold pro­mo­viert und zeich­net als aus­ge­wie­se­ner Ken­ner für den Inhalt der Aus­stel­lung verantwortlich.

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